Derby-Vorfreude bei Volleyball-Zweitligist TSV Giesen GRIZZLYS II: Wenn amSonntag um 16 Uhr in der Schacht-Arena die America Unlimited Volleys Aligse zumNachbarschafts-Kampf bei der „SUPERZWEITEN“ gastieren, steht mehr dasPrestige als die reinen Punkte in der Tabelle im Vordergrund – zumindest fürGiesens Trainer Martin Richter. „Wir wollen auf jeden Fall das Spiel gewinnen undwerden alles dafür geben. Doch habe ich wieder einen Spagat zu meistern. Zumeinen ist das Gewinnen des Matches gegen den Erzrivalen ein besonderer Kick, zumanderen möchte ich gerade jungen Spielern, die in der nächsten Saison bei unsbleiben, Einsatzzeiten gewähren, um sie für ihre bisherigen Leistungen zu belohnen“,schlagen bei Coach Richter zwei Herzen in einer Brust.Neben dem Reiz, gegen Aligse nach dem 3:1-Hinspielerfolg auch das Rückspiel fürsich zu entscheiden, haben auch die reinen Punkte im Falle eines Sieges einenpositiven Aspekt für die Giesener. Denn erstmals spielen die jeweils ersten Vier derStaffeln Nord und Süd den Zweitliga-Meister aus – und zwar in Überkreuz-Playoff-Spielen mit Hin- und Rückspielen. „Wir stehen momentan auf Platz vier und damit aufeinem Playoff-Platz. Diesen Platz möchten wir auf jeden Fall verteidigen, um dann inden Playoffs dabei sein zu dürfen“, sagt Richter, dessen Team allerdings keineChance mehr auf die ersten drei Plätze hat. „Für uns geht es nur darum, die Gefahrvon unten abzuwehren“, sagt Richter. Im Falle einer Playoff-Teilnahme müssten dieTSV-Akteure dann als Vierter der Nordstaffel am Wochenende 28./29. März gegenden Erstplatzierten und Meister der Südstaffel antreten und hätten zunächstHeimrecht. Eine Woche später würde dann das Rückspiel beim Süd-Ersten steigen.Klassenprimus in der Südstaffel sind momentan die Blue Volleys Gotha. Doch auchder TV Rottenburg und die Enervigo Volleys Dresden kämen als Gegner in Frage.Alle anderen Teams haben keine Chance mehr auf Rang eins im Süden. Der Siegerder Nordstaffel würde demnach gegen den Vierten der Südgruppe antreten, derZweite aus dem Norden gegen den Dritten aus dem Süden und der Dritte aus demNorden gegen den Südzweiten. Die Sieger kommen dann eine Runde weiter, bisschließlich der Gesamt-Meister der 2. Liga nach einem echten Endspiel feststeht.„Wir begrüßen die Neuerung, da sie noch einmal einen zusätzlichen Anreiz bietet,nach der regulären Saison noch etwas Größeres zu schaffen“, freut sich TSV-TrainerRichter. Um Platz vier auch am Ende sicher zu erreichen, benötigen die Giesenerzumindest einen klaren Sieg aus den beiden ausstehenden Begegnungen gegenAligse und 14 Tage später gegen de Münster Volleys. Bereits gegen Aligse stehendabei die Zeichen auf Sieg. „Aligse ist zwar gut drauf und hat in den letzten Spielenmehrmals gewonnen und bei Niederlagen zumindest Punkte geholt, doch auch wirsind rechtzeitig mit den Siegen in Kiel und gegen Moers in die Erfolgsspurzurückgekehrt. Die Halle wird voll sein und die Zuschauer werden uns hoffentlichzum Sieg treiben“, sagt Richter und fügt hinzu: „Viele Spieler kennen sich auchuntereinander. So sind zum Beispiel Aligses Zuspieler Benedikt Gerken und unserMannschaftskapitän Julian Hoyer eng befreundet.“ Auch freut sich der Coach auf einWiedersehen mit dem ehemaligen Mindener Damir Cebotar, der in Aligse als Liberoagiert und zuvor im Trikot der Giesener unterwegs gewesen ist.
(Thomas Kühlmann/cb/mh)