Vorfreude und Anspannung zugleich bei Volleyball-Zweitligist TSV Giesen GRIZZLYS II: Nach erfolgreich absolvierter regulärer Spielzeit trifft der Tabellenvierte der Nordstaffel in der ersten Playoff-Runde zur erstmals ausgespielten Zweitliga-Meisterschaft am Samstag um 18.30 Uhr in der heimischen Schacht-Arena auf den Sieger der Südstaffel, die Blue Volleys Gotha. Diese hatten sich erst am letzten Spieltag mit einem 3:2-Sieg im Spitzenspiel beim bis dato Tabellenführer TV Rottenburg die Führung zurückerobert und den Platz an der Sonne im Süden für die Ausscheidungsspiele gesichert. Das Rückspiel ist eine Woche später am Karsamstag, 4. April, in Gotha angesetzt. Sollte nach Hin- und Rückspiel Sieg- und Satzgleichheit herrschen, wird ein Golden-Set ausgespielt, der über das Weiterkommen ins Halbfinale entscheidet.
„Das wird eine ebenso schwere wie reizvolle Aufgabe für uns. Gotha ist eine starke Mannschaft und ist nicht umsonst Erster im Süden geworden. Wir haben uns Aufnahmen von Spielen der Blue Volleys heruntergeladen und haben mit dem Scouting-Team schon einmal reingeschaut. Nach genauer Durchsicht werden wir dann auch mit den Spielern die wichtigsten Szenen anschauen, um ihnen zu zeigen, wo die Gothaer Stärken und Schwächen sind und wie sie darauf reagieren sollen“, sagt Richter.
Der Coach will seinen Akteuren allerdings nicht mit zu viel Videomaterial Bange machen, sondern ist überzeugt, dass auch Giesen seine Qualitäten hat. „Wir müssen in erster Linie auf uns schauen und versuchen, so wenige leichte Eigenfehler wie möglich zu machen. Das haben wir im vergangenen Spiel gegen Münster toll hinbekommen. Darauf sollten wir aufbauen. Wenn wir annähernd fehlerfrei bleiben und unsere eigenen Stärken ausspielen, sehe ich durchaus eine Chance für uns im Hinspiel. Schließlich haben wir unsere Fans im Rücken, die sich auch über eine Zugabe nach der regulären Saison freuen werden“, sagt Richter.
Für das Hinspiel hat der Trainer fast seine Bestformation zur Verfügung. „Nur Julius Beerboom, der sich den Finger gebrochen hat, wird nicht dabei sein. Ansonsten sind alle Akteure fit und brennen auf das Spiel“, sagt Richter, der mit dem Team alles daransetzen will, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel eine Woche später bei den Thüringern zu verschaffen.
(Thomas Kühlmann)