Ernüchterung statt Euphorie bei Volleyball-Zweitligist TSV Giesen GRIZZLYS II. Die Mannschaft von Trainer Martin Richter verlor das Playoff-Hinspiel im Meisterrunden-Viertelfinale in eigener Halle gegen den Spitzenreiter der 2. Liga Süd, Blue Volleys Gotha, 0:3 (14:25, 21:25, 21:25) und steht damit schon in der ersten Runde vor dem Aus. Nur ein Wunder kann den Giesenern jetzt noch zum Weiterkommen helfen. Nach nur 83 Minuten hatten die Gäste aus Thüringen das Match für sich entschieden. Zuspieler Linus Herrmann durfte sich bei den Hausherren wenigstens über die Auszeichnung als wertvollster Spieler der Begegnung (MVP) freuen.
Trotzdem wollte Giesens Trainer Martin Richter seinen Akteuren nach dem schnellen Spielende keinen Vorwurf machen. „Wir haben in jedem Satz zu Beginn gut mitgehalten und zwischenzeitlich auch einmal mit mehreren Punkten geführt, doch gegen Ende der Abschnitte haben wir dann immer wieder den Fokus verloren. Doch man muss auch sagen, dass Gotha sich bärenstark präsentiert und am Ende verdient gewonnen hat. Sie waren konstant über das gesamte Match und am Ende zu gut für uns.“
Nichtsdestotrotz fahren er und seine Mannen am Ostersamstag nach Thüringen, um zu versuchen, das Unmögliche vielleicht doch noch möglich zu machen. „Man soll sich nie abschreiben, auch wenn die Chancen gering sind. Wir können daher befreit aufspielen und werden jedenfalls alles aus uns herausholen“, sagte Richter, der im Heimspiel seinen vollen Kader zur Verfügung hatte und auch wieder Unterstützung aus der dritten Mannschaft bekam.
Bereits vor dem womöglich letzten Saisonspiel betrachtete er die Spielzeit als bislang gelungen. „Wir sind trotz des großen Umbruchs mit dem Abgang von vier Leistungsträgern in die 1. Bundesliga Vierter geworden und damit im oberen Tabellendrittel gelandet. Daher bricht jetzt für uns auch keine Welt zusammen, wenn wir ausscheiden sollten.“
(Thomas Kühlmann)